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Wartung · Health-Check

Health-Check: den Server lesen, bevor er Ihnen ein Problem meldet.

Systematisches Auslesen der BMC-Sensoren, des System Event Log, des SMART-Status der Datenträger, der Logs des RAID-Controllers und des Firmware-Stands. Die meisten Hardware-Ausfälle kündigen sich tage- oder wochenlang in den Logs an: Der Health-Check ist der Weg, diese Signale abzufangen, bevor daraus ein Ausfall wird.

Was wir prüfen

Sieben Domänen, eine systematische Checkliste.

  • BMC-Sensoren: Temperatur von CPU, DIMM, VRM, Ambient Inlet; Spannungen; Ströme; Lüfterdrehzahlen.
  • System Event Log: Muster von MCE-Ereignissen, ECC über Schwellwert, thermische Ereignisse, PSU-/Lüfterfehler.
  • SMART-Status der Datenträger: kritische Attribute, Pending Sector, Reallocated Sector, Predictive Failure, Betriebsstunden.
  • Logs des RAID-Controllers: Array-Status, BBU-/Flash-Status, aktiver Write-Back, historische Disk-Drops.
  • Firmware und Microcode: aktueller Stand vs. Herstellerempfehlung, offene Security Advisories.
  • Zustand des OS-Layers (sofern zugänglich): dmesg, Event Viewer, hardwarebezogene Fehler auf Betriebssystemebene.
  • Security-Posture: TPM, Secure Boot, robuste BMC-Passwörter, gültige Zertifikate.
Was wir liefern

Report mit priorisierten Maßnahmen.

Das Ergebnis des Health-Checks ist kein „System ok / nicht ok“: Es ist ein Report mit nach Dringlichkeit klassifizierten Maßnahmen:

  • Dringend: Zustände, die innerhalb weniger Tage einen Eingriff erfordern (z. B. Datenträger im Predictive Failure, erschöpfte BBU).
  • Wichtig: Zustände, die in den nächsten 1-3 Monaten einzuplanen sind (z. B. Firmware mit offenem Security Advisory, driftender Lüfter).
  • Planbar: Gelegenheiten auf Sicht von 6-12 Monaten (z. B. vorbeugende Erneuerung der Wärmeleitpaste, Austausch der CMOS-Batterie).
  • Informativ: Baseline-Daten für spätere Vergleiche.
FAQ

Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden.

Wie oft ist ein Health-Check nötig?

Als Faustregel: einmal pro Jahr bei Standard-Enterprise-Servern, zweimal pro Jahr bei kritischen oder hoch ausgelasteten Systemen. Bei konsolidierten Server-Flotten lässt sich mit zyklischer Stichprobenprüfung arbeiten.

Unterschied zwischen Health-Check und laufendem Monitoring?

Das Monitoring (Zabbix, Prometheus, Herstellertools wie OpenManage / SIM / XClarity Administrator) beobachtet Metriken in Echtzeit und erzeugt Alerts. Der periodische Health-Check wertet die historischen Zeitreihen mit geschultem Blick aus: Muster langsamer Degradation, die reines Monitoring nicht erfasst, Korrelationen zwischen verschiedenen Domänen, Annäherung an kritische Schwellwerte. Beides ergänzt sich.

Erfordert der Health-Check eine Systemabschaltung?

Nein, er läuft vollständig im laufenden Betrieb. Das Auslesen von BMC, SEL und SMART erfolgt out-of-band oder über schlanke Agents. Etwaige invasive Tests (Stresstest, erweiterter Memtest) werden nur durchgeführt, wenn die Diagnose einen konkreten Verdacht ergibt — und in einem abgestimmten Wartungsfenster.