Einsatz & Unterschiede
Rechenzentren Lombardei Aruba Ponte San Pietro Jenseits des Hersteller-SupportsRAID-Controller failed: die Daten liegen auf den Platten, nicht auf dem Controller.
Ein ausgefallener RAID-Controller bedeutet für sich genommen keinen Datenverlust — die Platten bleiben in aller Regel intakt. Das Risiko besteht darin, am neuen Controller „das Falsche“ zu tun: Initialisierung, Clear Foreign Config, ungewollter Rebuild. Die korrekte Vorgehensweise erhält das Array.
Drei Aktionen, die das Recovery beenden.
- Initialize des Arrays am neuen Controller: zerstört die bestehende Konfiguration. Es ist die destruktivste Operation im Menü des Controllers.
- Clear Foreign Config, ohne sie vorher ausgelesen zu haben: die Information zu Slot-Reihenfolge, Chunk-Größe und RAID-Level geht verloren.
- Vorsorglicher Rebuild ohne tatsächliche Degradierung: belastet das Array im fragilsten Moment zusätzlich und kann zum Ausfall einer zweiten Platte führen, wenn eine der Platten marginal ist.
Sicherer Re-Import in 4 Schritten.
- Vorbereitende Dokumentation: physische Reihenfolge der Platten (Foto), Ausgabe des alten Controllers, sofern noch lesbar, sowie eventuelle Events vor dem Ausfall.
- Austausch des Controllers gegen ein identisches oder kompatibles Modell (Firmware-Matrix geprüft).
- Re-Import der Foreign Config: Auslesen der DDF- bzw. herstellerspezifischen Metadaten, Import des Arrays in der korrekten Reihenfolge, Integritätsprüfung.
- Validierung: Array zunächst read-only online, Prüfung des I/O auf Fehlerfreiheit, danach schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb.
Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden.
Muss der neue Controller exakt dasselbe Modell sein?
Idealerweise ja. In der Praxis funktioniert es häufig auch mit Controllern derselben Familie (z. B. PERC H730 → H730P, Smart Array P440ar → P408i-a), sofern die Firmware kompatibel und der RAID-Algorithmus unterstützt ist. Herstellerübergreifend (z. B. PERC → MegaRAID) funktioniert es nicht: die DDF-Metadaten unterscheiden sich.
Wie ermitteln Sie ohne den alten Controller die Slot-Reihenfolge?
Die vom Controller auf die Platten geschriebenen DDF-Metadaten (oder herstellerspezifische Äquivalente) enthalten die Slot-Information. Auf intakten Platten sind diese Metadaten auch ohne den ursprünglichen Controller lesbar: Wir parsen sie, um das Array virtuell zu rekonstruieren, bevor wir es auf dem neuen Controller importieren.
Und wenn der Fault des Controllers die Konsistenz des Arrays bereits beschädigt hat?
Ein seltener, aber möglicher Fall (z. B. ein Controller, der während des Fault noch teilweise weitergeschrieben hat). Dann ist das re-importierte Array inkonsistent und muss als komplexeres RAID-5/6-Recovery behandelt werden, wobei auf Klonen gearbeitet wird. Die Erstdiagnose zeigt, ob wir im einfachen oder im komplexen Szenario sind.