Kunde: eine Kanzlei im Raum Mailand, Proxmox-VE-Cluster mit 5 Nodes PowerEdge R740. Ausgangskonfiguration: 2× Xeon Silver 4114 (10c/20t, 2,2 GHz Base, 85 W TDP) pro Node. Workload: gemischte Virtualisierung (Terminal Server, File Server, ERP, Mail). Deutlicher CPU-Bottleneck: durchschnittliche Auslastung 75-85% während der Arbeitszeit, konstante Spitzen von 95% auf 2-3 bestimmten Nodes.
Entscheidung: Dieselbe LGA-3647-Familie erlaubt den Sprung auf Gen2 (Cascade Lake). Identifizierte Ersatz-SKU: 2× Xeon Gold 6240R (24c/48t, 2,4 GHz Base, 165 W TDP) pro Node. Zu prüfende Randbedingungen: Die höhere TDP verlangt einen Performance-Kühlkörper (beim PowerEdge R740 bereits standardmäßig verbaut), die serienmäßigen 1100-W-PSU tragen das mit Reserve. BIOS auf eine aktuelle 2.x aktualisiert. Der vorhandene DDR4-2666-RAM wurde beibehalten (der Gold 6240R unterstützt 2933, DDR4-2666 läuft aber problemlos).
Durchführung: 5 Abendfenster (eines pro Node), die Proxmox-HA verschiebt die VMs des herunterzufahrenden Nodes automatisch auf die anderen 4. BIOS-Update → Herunterfahren → CPU-Tausch + neue Wärmeleitpaste → Boot → 1 h Stresstest → Reintegration in den Cluster. Null Applikations-Downtime.
Ergebnis: durchschnittliche CPU-Auslastung auf 35-45% gesunken, Headroom für 50-70% zusätzliche VMs auf mittlere Sicht.
# Vorher · Silver 4114 (10c/20t pro CPU)
CPU util avg 78% (8-18 Uhr Arbeitszeit)
CPU peak 95% (Spitzen um 11 und 15 Uhr)
Run queue 12-18 Prozesse gehalten
VM density 14-16 pro Host
Compile bench 100% Baseline
# Nachher · Gold 6240R (24c/48t pro CPU)
CPU util avg 39%
CPU peak 62%
Run queue 3-6 Prozesse
VM density 24-28 pro Host (Kapazität)
Compile bench 187% (+87%)